Unterstützer für den demokratischen Wandel

Joint MA Program - "Comparative and Middle East Politics and Society" (CMEPS) Bild vergrößern (© www.uni-tuebingen.de) Im November 2013 war es soweit: Der erste Jahrgang des Masterprogramms Comparative and Middle East Politics and Society (CMEPS) wurde in einer Inaugurationsfeier feierlich begrüßt. Der gemeinsame Studiengang der Universität Tübingen und der American University in Cairo (AUC) wird im Rahmen der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft gefördert.

 

Den demokratischen Wandel in den Ländern im mittleren Osten begleiten und unterstützen – das ist das Ziel der deutschen und arabischen Studierenden, die zum Wintersemester 2013 ihr Studium an der Universität Tübingen und der AUC aufgenommen haben. Das zweijährige Masterprogramm gibt ihnen die dafür nötigen Fähigkeiten an die Hand: Neben dem Wissen über Gesellschaft und Kultur des mittleren Ostens stehen die Prozesse der Demokratisierung und des Regierungswandels im Vordergrund. Interkulturelle und praktische Erfahrungen runden das Angebot ab, denn Auslandssemester und Praxismodul sind fester Bestandteil des deutsch-arabischen Curriculums.

 

Auf der Inaugurationsfeier in der Alten Aula der Universität Tübingen kamen die Verantwortlichen zu Wort: Der Leiter des Instituts für Politikwissenschaften Professor Dr. Oliver Schlumberger und Professor Dr. Josef Schmid, Dekan der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Tübingen, begrüßten die Studierenden. Dr. Renate Dieterich, Leiterin des DAAD-Referats „Deutsch-Arabische Transformationspartnerschaft – Kulturdialog“ betonte, dass der Masterstudiengang junge Menschen ausbilde, die den Demokratisierungsprozess in den arabischen Ländern begleiteten und als Multiplikatoren wirken werden. Abschließend sprach der international renommierte Demokratie-Experte, Professor Dr. Phillipe C. Schmitter, über die Demokratisierung im Nahen und Mittleren Osten.

 

Die 17 Studierenden des ersten Jahrgangs kommen aus verschiedenen Fachrichtungen und Ländern. Alle haben professionelle Erfahrung mit der MENA-Region. Einer von ihnen ist Tobias Zumbrägel: Er studierte Islamwissenschaften und Geschichte an der Universität zu Köln. „Nach meiner Arbeit für die Konrad Adenauer Stiftung in Kairo habe ich einen Master gesucht, in dem ich meine Kenntnisse über den Nahen und Mittleren Osten vertiefen und politisch ausrichten kann“, sagt der CMEPS-Student.

 

Während die Studierenden der Universität Tübingen im Publikum saßen, konnten die AUC-Kommilitonen die Zeremonie via Livestream verfolgen. Persönlich kennenlernen werden sie sich während der obligatorischen Auslandssemester. Bis dahin kommunizieren sie online. „Das ist die ideale Gelegenheit, sich mit angehenden Politikwissenschaftlern auszutauschen, die die aktuellen Geschehnissen vor Ort tagtäglich miterleben“, sagt CMEPS-Studentin Eva Hösch, die zuvor Internationale Entwicklung an der Universität Wien studierte und bereits mehrere Auslandsaufenthalte in arabischen Ländern absolvierte.

 

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